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Umsatzsteuer

Ob für eine Veranstaltung Umsatzsteuer zu bezahlen ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Zumeist kommt die „Liebhabereivermutung“ nach § 2 (5) des Umsatzsteuergesetzes zum Tragen, wonach „Tätigkeiten, die mittel- bis langfristig keinen positiven Gesamterfolg erwarten lassen“, nicht als unternehmerische Tätigkeiten gelten und daher von der Umsatzsteuerpflicht befreit sind. Veranstalter_innen, die weniger als 30.000 Euro Umsatz (netto) im Jahr machen, sind aufgrund der Kleinunternehmer_innenregelung nach § 6 des Umsatzsteuergesetzes umsatzsteuerbefreit.

Gemeinnützige Vereine genießen weitergehende steuerpflichtige Begünstigungen, müssen aber darauf achten, dass ihre wirtschaftlichen Tätigkeiten dem Vereinszweck dienen.

 

>Exkurs: Veranstaltungen und die steuerliche Begünstigung von Vereinen

 

>Kapitel „Vereinstätigkeiten aus steuerlicher Sicht“ aus unserer Vereinsbroschüre

 

 

 

Vergnügungssteuer

Mit 31. Dezember 2016 wird die Vergnügungssteuer in Wien abgeschafft.


Werbeabgabe

Eine Werbeabgabe von 5 Prozent der damit verbundenen Netto-Einnahmen ist für entgeltliche Werbeleistungen in Druckwerken, Hörfunk und Fernsehen sowie bei der Duldung der Benutzung von Flächen und Räumen zur Verbreitung von Werbebotschaften an das zuständige Finanzamt zu zahlen. Das heißt: Inserate in Zeitschriften oder Programmheften sowie das Vermieten von Werbeflächen für Plakate oder Banner am Veranstaltungsort sind werbeabgabenpflichtig, Werbung im Internet hingegen nicht.

Eigenwerbung und jede Form kostenloser Werbung sind nicht werbeabgabenpflichtig.

Für Austauschinserate oder andere Tauschwerbung muss hingegen sehr wohl Werbeabgabe bezahlt werden, und zwar von beiden Tauschpartner_innen, so als ob dafür mit Geld bezahlt würde. Laut Durchführungserlass des Finanzministeriums zur Werbeabgabe bestehen aber „keine Bedenken, bei der Festsetzung der Bemessungsgrundlage bei derartigen Gegengeschäften [nur] 20 % des offiziellen Anzeigentarifes heranzuziehen“ (Erlass des BMF, GZ 14 0607/1-IV/14/00 vom 15.06.2000, Punkt 5.2)

Verantwortlich für die Zahlung der Abgabe ist grundsätzlich, wer dafür die Rechnung stellt, also die_der Herausgeber_in des Druckwerks oder die_der Veranstalter_in, die Werbebanner aufhängen lässt.



Die Abgabe ist bis zum 15. des zweitfolgenden Monats zu entrichten.

Würde die zu zahlende Abgabe im Monat weniger als 50 Euro ausmachen, muss sie nicht gezahlt werden. Ebenso wenn im Kalenderjahr weniger als 500 Euro zu zahlen wären.





Ausführlichere Informationen gibt es auf der Website der TKI – Tiroler Kulturinitiativen/IG Kultur Tirol:

www.tki.at/infos-kulturarbeit/steuern-und-abgaben/werbeabgabe.html 

Gebrauchsabgabe

Für bestimmte Tätigkeiten auf öffentlichem Grund ist eine vorher einzuholende Gebrauchsgenehmigung des Magistrats (MA 46) und gegebenenfalls die Bezahlung der Gebrauchsabgabe nach dem Wiener Gebrauchsabgabengesetz notwendig.

 

Informationen über die Gebrauchsabgabe auf wien.gv.at: www.wien.gv.at/amtshelfer/finanzielles/rechnungswesen/abgaben/gebrauchsabgabe.html 

 

Rechtliche Grundlage: Gesetz über die Erteilung von Erlaubnissen zum Gebrauch von öffentlichem Gemeindegrund und die Einhebung einer Abgabe hiefür (Gebrauchsabgabegesetz 1966) 

 

Zuständige Stelle:

Antrag auf Gebrauchserlaubnis und Bemessung der Abgabe:

MA 46 – Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten

Gruppe Gebrauchserlaubnisse

Niederhofstraße 21–23, 1120 Wien

Telefon: +43/(0)1/811 14 92 127

E-Mail: post@ma46.wien.gv.at



Gebrauchserlaubnis für Vorgärten (Schanigärten, Aufstellung von Tischen und Stühlen):

Magistratisches Bezirksamt