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Di., 27. Juni, 19 Uhr im Amerlinghaus:

Schriftzug: Utopia des Dazwischens #2: Vor allem brauchen wir aber den langen Atem!

Räume der freien und autonomen Szene füllen ständig Lücken des soziokulturellen Angebots der Stadt. Eine Stadt für alle braucht diese Räume: soziokulturelle Begegnungsorte, selbstorganisierte Orte der Aktivität und Auseinandersetzung.
Gleichzeitig mangelt es strukturell an finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die den Erhalt dieser Räume sichern – und erleichtern. Der Druck externer Strukturen beeinflusst interne Organisationsprozesse. Die von außen auferlegte Prekarität wirkt nach innen. Wenn die Gedanken rund ums Geld Überhand nehmen, fehlen Ressourcen für wichtige interne Organisationsprozesse.
Es gilt proaktiv in Stadtentwicklung mitzuwirken, die wesentlichen Momente und Akteur*innen zu kennen, um (Frei)Räume langfristig zu erhalten und selbstbewusst als freie und autonome Initiativen zu arbeiten.

Wie können wir weiterer Gefährdung und Schließung von Kulturräumen entgegen treten, bestehende Räume unter entsprechenden Bedingungen erhalten und neue erschließen? Die Rahmenbedingungen werden immer prekärer, selbst für jene Räume und Initiativen, die jahrelang Leuchtturmprojekte der Stadt waren. In diesem Kontext ist das Ziel, sich breiter aufzustellen und gemeinsame Herausforderungen und Handlungsoptionen zu erkennen. Die Diskussion fokussiert auf Wissens- und Allianzbildung über eine Vernetzung zwischen Akteur*innen, die aus unterschiedlichen Erfahrungskontexten heraus sprechen.
Finanzierungsmodelle, Ausverhandlungsmöglichkeit<wbr>en, stadtenwicklerische Möglichkeiten, Potenziale von Vernetzung und Bewegung sowie Fragen interner Organisation sollen diskutiert werden.

Utopia des Dazwischens #2 – „Vor allem brauchen wir langen Atem!“

Moderation:
Magdalena Augustin

Diskutant*innen:
Alexander Nikolic – boem*
Claudia Totschnig – Kultur- & Kommunikationszentrum Amerlinghaus
Martin Wagner – Fluc
Sam Osborn – Türkis Rosa Lila Villa
Sebastian Tomek – Arena
Ute Fragner – WUK

Dienstag, 27. Juni, 19.00
im Hof des Kulturzentrums Amerlinghaus (Wien 7., Stiftgasse 8)

 

 

468 Ideen bleiben unfinanziert. IG Kultur Wien fordert anlässlich der zweiten Runde des rot-grünen Fördertopfes SHIFT mehr Geld für Kultur.

Satirische Zeichnung eines Glücksspiels, bei dem über ein Gebläse Geld im Raum verteilt wird.

„Habt ihr auch in der lustigen SHIFT-Förderlotterie mitgespielt?“
(Zitat aus einem Posting auf unserer Facebook-Gruppe)  Bild: Queerrebel

Seit ein paar Tagen sind die Gewinner*innen der SHIFT-Förderungen der Stadt Wien bekannt. 440 eingereichte Projekte stehen 22 geförderten Projekten gegenüber. Aus unserer Perspektive sind das 418 wichtige Ideen und Konzepte für Wien, die unerfüllt bleiben. Die IG Kultur Wien fordert daher ein Umdenken in der Förderlandschaft. Es braucht langfristige und nachhaltige Förderstrukturen, vor allem für freie und autonome Initiativen.

>Zu unserer Presseaussendung via APA-OTS

 

MA 7: Neuer Leitfaden für Subventionen – die wichtigsten Änderungen im Überblick

Wien-Wappen mit wegfühernden Linien, deren Bedeutung mir nicht klar ist.

Die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) hat die Richtlinien für Kunst- und Kultur-Förderungen überarbeitet. Seit 6. Feber 2017 gilt der neue „Leitfaden für Subventionen“.

Wir haben die wichtigsten Änderungen →hier← zusammengefasst.

Außerdem: Wie uns die MA 7 mitteilte, sind bei höher dotierten Förderungen spätere Überprüfungen der geförderten Institution durch den Stadtrechnungshof möglich. Empfehlungen aus Prüfberichten des Stadtrechnungshofs sowie eine Liste der häufigsten Fehler bei Förderansuchen an die MA 7, die ferundlicherweise von Mag. Becher von der MA 7 zusammengestellt wurden, sind ebenfalls →hier← zu finden.

→Hier← gehts weiter …

 

 

Solidarität mit solidarischen Freiraum- und Freiflächennutzer*innen – gegen Delogierung von Bäuer*innen für Vorzeigeprojekte. Biohof Puk-Polzer muss in der Lobau bleiben!

In der Lobau etwa entstand zunächst ein gut funktionierendes Miteinander verschiedener Gruppen, die rund um den Biohof Puk-Polzer Gärten, Felder und Glashäuser bearbeiteten, für Kinder und andere Menschen Begegnungsmöglichkeiten mit Natur, Landwirtschaft und Tieren schufen und vieles mehr. Das gemeinsame Projekt entwickelte sich weiter. Heute sehen einige der Beteiligten und auch die Stadt Wien keinen Platz mehr für die Familie Puk-Polzer. Anfang dieses Jahres erhielt die Familie von der Grundeigentümerin, der Stadt Wien, die Kündigung. Da die Familie den Hof nicht, wie verlangt, verlassen hat, beginnt nun ein gerichtliches Räumungsverfahren zu laufen.

Einige der Mitnutzer*innen der Flächen und Glashäuser rund um den Biohof Puk-Polzer wenden sich gegen eine Delogierung.

Die IG Kultur Wien ist solidarisch mit allen, die solidarisch Freiräume und -flächen nutzen und entwickeln wollen. Delogierungen gehören da nicht dazu.

Wir fordern alle Beteiligten auf, miteinander eine Lösung zu finden, die für alle Platz bietet, und die Delogierung der Familie Puk-Polzer zu verhindern.

>zur Stellungnahme der IG Kultur Wien

 

 

"Einladung an alle, Leerstand zu nutzen" - offenes Treffen des Nutzer_innen Beirats Leerstand Wien

Logo des Nutzer_innen Beirats Leerstand Wien

Der "Nutzer_innen Beirat Leerstand Wien" dient als Anlaufstelle für ein diverses Spektrum von Menschen, die leerstehende Objekte temporär oder längerfristig nutzen möchten. Interessen, Probleme und Blickpunkte unterschiedlicher Nutzer_innengruppen werden aufgenommen und sichtbar gemacht. Somit wird verhindert, dass nur bestimmte (ressourcenstarke) Nutzer_innengruppen ihre Interessen durchsetzen und ihren Bedarf decken können, während andere Gruppen keine Chancen auf eine Nutzung des Leerstandes haben.

Am 31. März 2017, 17:00-20:00 Uhr lädt der Nutzer_innenbeirat zum offenen Treffen "Einladung an alle, Leerstand zu nutzen" im Amerlinghaus ein.

 

 

Solidarität mit Stefanie Sargnagel und allen feministischen Künstler_innen

Wir solidarisieren uns mit Stefanie Sargnagel, Lydia Haider und Maria Hofer und allen feministischen Künstler_innen und Kulturschaffenden, die immer wieder nicht nur mit öffentlichen Anfeindungen konfrontiert sind, sondern im Kunst- und Kulturbetrieb auch regelmäßig benachteiligt werden und mit viel zu wenig Ressourcen ausgestattet sind. Die von der Kronenzeitung zum Skandal erkorene Subvention für die Reise der drei Künstler_innen, während derer diese an ihren literarischen Projekten arbeiteten, betrug insgesamt 1500 Euro. Zum Vergleich: Die Kronenzeitung erhielt im Jahr 2016 190.718,20 Euro allein an staatlicher Vertriebsförderung. Die Kronenzeitungskampagne gegen die Künstler_innen, die in einer Kolumne gipfelten, die als Vergewaltigungsaufruf gelesen werden konnte und – wie Postings auf Facebook zeigen – offensichtlich auch so verstanden wurde, ist ein Beispiel von leider vielen, bei denen versucht wird, Feminist_innen auch in Kunst und Kultur zu vernichten.

Dass Facebook zeitweise zwar Hatepostings, Vergewaltigungs- und Morddrohungen zugelassen, der Künstlerin aber keine Möglichkeit mehr geboten hat, darauf zu reagieren, zeigt auch einmal mehr, wie wichtig freie, von misogyn agierenden Konzernen unabhängige Kulturinitiativen und Medien sind.

 

 

3. und 10. März: Lange Nächte im und fürs Amerlinghaus

Postkarte Lange Nächte im Amerlinghaus

Von Jahr zu Jahr steigt die Gefahr, dass das Amerlinghaus zusperren muss, da die Subventionen nicht an die steigenden Grundkosten angepasst werden. Seit 2004 gab es keine Inflationsanpassung mehr. 40 Jahre nach der letzten Renovierung fallen immer mehr Kosten für Instandhaltung an. Immer mehr Nutzer_innen des Amerlinghauses steht immer weniger Personal zur Seite, das bezahlt werden kann.

Die IG Kultur Wien stimmt den Nutzer_innen des Amerlinghauses zu, wenn diese sagen: Die offene Struktur und die (Frei)Räume, die die Gruppen im Amerlinghaus nutzen können, sind für die Stadt und die darin lebenden Menschen unverzichtbar. Umso mehr, als es ohnehin markant an finanziell abgesicherten langfristigen Raumnutzungen für freie und autonome Initiativen mangelt.

Gemeinsam mit den Nutzer_innen des Amerlinghauses kämpft auch die IG Kultur Wien für den Erhalt des Amerlinghauses, für die Anerkennung von Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst, Kultur, politischer Arbeit, Sozialem und Bildung, die im Amerlinghaus generationenübergreifend, inter- und transkulturell über „Szene“-Grenzen hinweg geleistet wird. Und für dessen Finanzierung.

Die Stadt Wien muss endlich jene Fördermittel zur Verfügung stellen, die dem Amerlinghaus die Chance geben, den Betrieb zu gestalten und nicht dazu zwingt, sich jedes Jahr vor allem damit beschäftigen zu müssen, das Aushungern abzuwenden.

Die IG Kultur Wien fordert Strukturförderung für Kulturräume und -Initiativen, die wesentliche Beiträge zum soziokulturellen Leben dieser Stadt leisten. Diese Arbeit von freien und autonomen Kulturräumen und -Initiativen muss endlich von der Stadtpolitik anerkannt und enstprechend finanziert werden, anstatt sie einem Zwang zu kommerzieller Verwertbarkeit auszusetzen und ohne dass die Kulturarbeiter_innen in die Prekarisierung getrieben werden.

Wir brauchen eine Kulturpolitik, die die Bedeutung des soziokulturellen Beitrags des Amerlinghauses für die Stadt und der darin lebenden Menschen versteht, anerkennt und unterstützt, und den Kulturarbeiter_innen, die Strukturen und (Frei-)Räume schaffen, erhalten und betreuen, die dafür notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt!

 

 

IG Kultur Wien gegen Verdrängung des mo.ë

Bild: Screenshot www.moe-vienna.org

Der Kunst- und Kulturraum mo.ë wird nach langwierigen Gerichtsverfahren am 31. Mai 2017 aus den Räumlichkeiten in der Thelemangasse im 17. Wiener Gemeindebezirk ausziehen müssen.

Der Verein hätte zum Fortführen der Rechtsstreitigkeiten 70 000 Euro aufbringen müssen. Das überstieg die finanziellen Möglichkeiten und so sahen sich die Vertreter_innen des Vereins dazu gezwungen, vor Gericht einen Vergleich abzuschließen.

Die Zerschlagung des mo.ë, deren Trägerverein „pica pica“ Mitglied der IG Kultur Wien ist, werde eine große Lücke in der (sozio)kulturellen Landschaft des Brunnenviertels und darüber hinaus hinterlassen, erklärte die IG Kultur Wien am 27. Feber in einer Presseaussendung. 

Die IG Kultur Wien fordert Strukturförderung anstelle von Projektförderungen für Initiativen sowie von der Stadt Wien zur Verfügung gestellte dauerhafte Räume, statt weiterem Vorantreiben von Zwischennutzungen. Emanzipatorischen Prozesse sozialer und kultureller Vernetzung auf lokaler Ebene müssen im Fokus einer Stadt-und Kulturpolitik stehen, die von Integration und Partizpation spricht, statt einen Zwang in Richtung kommerzieller Verwertbarkeit zu erzeugen. Es braucht eine Kulturpolitik, die (Frei-)Räume unterstützt und Kulturarbeiter_innen der freien und autonomen Szene Ressourcen zur Verfügung stellt!

>Zur Presseaussendung

 

 

Künstler_innen und Kulturschaffende fordern Stopp für Hochhaus am Heumarkt

170 Personen, überwiegend Künstler_innen und Kulturschaffende, fordern in einem am 8. Feber präsentierten offenen Aufruf, das Hochhausprojekt am Heumarkt zu stoppen. Bekanntlich möchte die private „WertInvest-Group“ beim heutigen Hotel Intercontinental einen neuen Wohn- und Hotelturm bauen. Die Invest-Gruppe erhielt das Grundstück zum Schleuderpreis und die nötigen Umwidmungen bekommt sie kostenlos nachgeliefert. Nicht zuletzt durch den damit verbundenen Verlust des Weltkulturerbestatus für das historische Zentrum Wiens droht, dass es künftig für private Invest-Gruppen noch leichter wird, stadtplanerische Vorgaben und öffentliche Stadtnutzungsinteressen zu umgehen. Mit Aufrufen wie diesem wird nun versucht, das Hochhausprojekt zu stoppen, und es damit zu erschweren, dass sich die Stadtplanung immer tiefer Kapitalinteressen unterordnet.

>Zum offenen Brief/Aufruf

NEU:
>Die IG Kultur Österreich hat eine Online-Petition zum Thema eingerichtet


Hier soll der geplante Wohn- und Hotelturm hinkommen. Das Hotel Intercontinental wird dafür entgegen früherer Absichten abgerissen. Die Chance auf eine architektonisch und stadtplanerisch anspruchsvolle Neugestaltung ist vertan. Foto: Kellerabteil (CC BY-NC 2.0)

 

 

Stellungnahme der IG Kultur Wien zu den rechtsextremen Angriffen auf den Kulturverein W23

Die IG Kultur Wien warnt vor der zunehmenden Bedrohung der freien und autonomen Kulturszene durch rechtsextreme Angriffe.

In den letzten zwei Monaten wurde zwei Mal versucht, in die Räume des Kulturvereins W23 in der Wipplingerstraße einzubrechen. Zwei weitere Male, zuletzt in der Nacht auf den 2. Jänner 2017, wurden Schlösser verklebt und ein anderes Mal wurde Buttersäure im Eingangsbereich verschüttet. Bereits im September wurde Kunstblut vor dem W23 verschüttet und eine rechtsextreme Botschaft hinterlassen. Es ist zu befürchten und zu verhindern, dass den Angriffen auf die Räume Angriffe und Gewalt gegen Menschen folgen, wie sie zum Beispiel bereits 2008 erfolgten, als maskierte Rechtsextreme in das W23 eindrangen und auf anwesende Personen einschlugen.

Mit Kunstblut attackiert wurde im September auch die anarchistische Buchhandlung in der Oelweingasse.

Die Türkis-Rosa-Lila-Villa ist immer wieder mit rechtsextremen LGBTIQ*-feindlichen Beschmierungen und Morddrohungen konfrontiert.

2013 stürmten rechtsextreme Hooligans eine Gewerkschaftsveranstaltung von KOMintern im Ernst-Kirchweger-Haus.

Angriffe auf die freie und autonome Kunst- und Kulturszene sind aber nur ein Aspekt zunehmender rechtsextremer Gewalt. So gab es eine Kunstblutattacke wie gegen die W23 und die anarchistische Buchhandlung auch gegen das Bekleidungsgeschäft „Zahraa Muslim Lifestyle Shop“. Im November wurde die Mauer des Jüdischen Friedhofs am Zentralfriedhof mit Hakenkreuzen beschmiert. Ebenfalls im November wurde in Himberg bei Wien eine Unterkunft von Geflüchteten mit Molotow-Cocktails angegriffen. Ende Dezember wurde in Klagenfurt/Celovec eine Frau verprügelt und schwer verletzt, nachdem sie in einem Bus rassistischen Äußerungen zweier Männer widersprochen hatte. Flüchtenden wird es zunehmend erschwert bis verunnmöglicht, sicher nach Europa zu bekommen, Schutz und menschenwürdige Aufnahme zu finden.

Die IG Kultur Wien teilt die Einschätzung der W23, dass die rechtsextremen Angriffe Folge eines autoritären gesellschaftlichen Klimas sind, in dem sich rechtsextreme Akteur_innen selbstbewusster, sicherer und bestärkt fühlen. Die IG Kultur Wien sieht dabei auch die Notwendigkeit der Arbeit zahlreicher Kunst- und Kulturinitiativen bestätigt: Die stärkste Waffe der freien und autonomen Kulturszene gegen rechtsextreme Gewalt ist, sich konsequent gegen rassistische, antisemitische, LGBTIQ*-feindliche, antifeministische, faschistische Normalisierung auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen zu stellen.

 

 

Kultur for President

Drei Plakatsujets: Rechter Hetze keine Chance geben, mehr Bass/weniger Hass, Rassismus abservieren.

Rassismus abservieren, Melange statt kleiner Brauner, rechter Hetze keine Bühne geben … Mit solchen Sprüchen startet eine Plakatkampagne von Jugend-, Club-, Ess-, Kaffee, Bar- und Subkulturräumen und diese nutzenden und betreibenden Menschen zur neuen Runde der Bundespräsidentschaftswahl.
Ein loser Zusammenschluss von Veranstaltungskollektiven, Vereinen, Lokalbetreiber_innen und Einzelpersonen aus dem Kulturbereich und der Lokalszene Wiens will mit der Kampagne „Kultur for President“ Position beziehen: gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und jegliche andere Diskriminierung.
Wir sind dabei.

http://kulturforpresident.org

(Plakate liegen unter anderem bei uns in der Bürogemeinschaft auf.)

 

 

Ressourcen teilen, Förderungen suchen und vieles mehr: dasfundus.net ist online!

Logo von dasdfundus.net

Seit wenigen Tagen ist sie online: die neue selbstorganisierte und offene Plattform von und für freie Kunst- und Kulturarbeiter_innen dasfundus.net. Sie bietet Möglichkeiten, Equipment für Kunst- und Kulturarbeit auszuleihen und zu verborgen, Proberäume anzubieten und zu suchen, und: Um die Suche nach Geld für Kunst- und Kulturprojekte zu erleichtern, sind wir gerade dabei, alle in unserer Broschüre „Kunst und Kultur finanzieren“ enthaltenen Förderungen, Preise und Stipendien in die Förderungsdatenbank von dasfundus.net einzutragen. (Noch sind wir damit nicht ganz fertig, aber fast!)  

http://dasfundus.net/

 

 

Shift 2 endlich ausgeschrieben

Forderungen der freien Szene und der IG Kultur Wien großteils umgesetzt.  

Shift-Logo

Viel später als angedacht fand heute endlich die Pressekonferenz zur zweiten Auflage von SHIFT – Förderprogramm für innovative Kunst – statt. Die lange Evaluierungsphase trug schließlich Früchte:

Viele Anregungen, auch der IG Kultur Wien, seien eingeflossen, so Martin Margulies (Kultursprecher der Grünen).

Die Einreichfrist beginnt heute, am 24. Oktober 2016, und endet am 15. Jänner 2017.

Die Einreichung ist nur über den Online-Förderungsantrag möglich (Achtung: Keine Zwischenspeicherung möglich!).

Informationen zum Programm und zur Einreichung:

https://www.basiskultur.at/index.php?id=1817

Link zur Online-Einreichung

https://www.basiskultur.at/shift/foerderungsantrag/

und dem Musterformular:

https://www.basiskultur.at/fileadmin/project_proposal/examples/Verein.pdf

Die IG Kultur Wien begrüßt Adaptierungen im Interesse der freien Kunst- und Kulturszene:

Die Verteilung des Fördervolumen hat sich verlagert.

Das Fördervolumen von 1,5 Millionen teilt sich nun auf 30 Projekte (statt wie vormals 22) auf. Die Höchstsumme liegt bei 100.000 Euro, zehn Förderungen zu 50. 000 Euro sind neu dazugekommen – fünf davon allerdings „in Kooperation mit etablierten Institutionen“. Diese Umverteilung ist begrüßenswert.

Wie sich die Kooperationen zwischen freier Szene und etablierten Institutionen gestalten werden, bleibt abzuwarten.

Positiv zu vermerken ist außerdem das Aufgreifen der Empfehlung hinsichtlich besserer Information und Klarheit: Zur Klärung von organisatorischen sowie inhaltlichen Fragen werden Informationsveranstaltung mit Vertreter_innen der Basis.Kultur.Wien und der Jury stattfinden.

Der Auswahlprozess ist in zwei Stufen gegliedert, das Gespräch mit Einreichenden wird gesucht, Adaptionen der Einreichungen ermöglicht.

Zwei wesentliche Empfehlungen bleiben unberücksichtigt:

Die Abwicklung liegt weiterhin bei der Basis.Kultur.Wien. Als unabhängige Interessenvertretung tritt die IG Kultur Wien weiterhin dafür ein, die Abwicklung bei der auf Einreichungen und Abrechnungen spezialisierten Magistratsabteilung 7 der Stadt Wien anzusiedeln.

Aufrecht bleibt außerdem die Empfehlung öffentlicher Jurysitzungen, um Entscheidungskriterien und -prozesse transparenter zu gestalten.

Dezentrale Kulturarbeit im Fokus

Neben dem ursprünglichen Ziel des Förderprogramms, der freien Szene mehr Mittel aus dem Kulturbudget zur Verfügungen zu stellen, ist bei der diesjährigen Ausschreibung ein zweiter Schwerpunkt hinzu gekommen: der Fokus auf die Bezirkskultur – Stichwort „dezentrale Kulturarbeit“.

Die Kulturpolitik scheint nun zu beginnen, sich dieses Themas aus dem Koalitionsabkommen tatsächlich anzunehmen. Stephan Rabl (vormals Direktor des Dschungel Wiens) ist nicht nur Vorsitzender der Jury, sondern auch vom Kulturstadtratbüro mit einer Konzeptentwicklung für die dezentrale Kulturarbeit beauftragt. Die IG Kultur Wien begrüßt diesen Schritt. Ein erster Austausch hat bereits stattgefunden.

Wir sind gespannt auf die Entwicklungen!




Schweigende Mehrheit gewinnt Preis der Freien Szene 2016 – Förderpreise an mo.ë und Einbaumöbel

Am Samstag, den 15. Oktober 2016, wurde in den Räumlichkeiten des Wiener WUK der diesjährige Preis der freien Szene Wiens verliehen.

Die Gewinner_innen sind:

  • Die Schweigende Mehrheit – Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene
  • Die Kampagne „mo.ë bleibt“ als Kunst- und Kulturprojekt
  • Einbaumöbel

Die Einreichungen zum Preis der freien Szene machen sichtbar, welch vielfältige Initiativen und Projekte es in der Stadt gibt, so Günther Friesinger von der IG Kultur Wien.


Foto von der Schlussveranstaltung des Kultcamps
Foto: Pia Streicher

Die IG Kultur Wien vergibt seit 2004 durch die Stadt Wien finanzierte Preisgelder an Projekte der freien Szene Wiens in der Höhe von insgesamt € 7.000,--.
Die partizipativ vergebenen Preise sollen den Blick darauf fokussieren, was in der Stadt Wien abseits von hoch subventionierter und institutionalisierter Kultur stattfindet. Der Preis der freien Szene (1. Platz) ist mit € 3.000,--, die beiden Förderpreise (zwei 2. Plätze) sind mit je € 2.000,-- dotiert. Die Projekte können sowohl von Einzelpersonen als auch von Vereinen, Gruppen, Initiativen und Kooperationen eingereicht werden, deren rechtlicher Sitz in Wien ist und deren eingereichte Projekte in Wien oder großteils in Wien stattfinden. Ihre Tätigkeit darf nicht auf Gewinn ausgerichtet sein. Dabei wird von allen Einreichungen eine Sensibilität bezüglich Genderfragen und gesellschaftlichen Ausschlussmechanismen erwartet. Weiters muss Unabhängigkeit von Einrichtungen der öffentlichen Hand, Körperschaften öffentlichen Rechts, Gebietskörperschaften, Kirchen oder Parteien gegeben sein.

Wesentliche Zielsetzungen des Preises der freien Szene sind die verstärkte Sichtbarmachung und Vernetzung freier und autonomer Kulturarbeit.

Den diesjährigen Rahmen der Preisverleihung bildete das kultcamp16 – das Barcamp zu dezentraler Stadt- und Kulturpolitik in Wien. Das Thema dezentrale Kulturarbeit ist ein Schwerpunktthema im aktuellen Koalitionsprogramm der rot-grünen Stadtregierung. Wir sind fest davon überzeugt, dass es, wenn das Thema „dezentrale Kulturarbeit Wien“ ernsthaft, nachhaltig und glaubwürdig angegangen werden soll, Inklusion, Partizipation und offener Formate bedarf, die Raum für Austausch, unterschiedliche Perspektiven und Know-how-Transfer bieten.
Mit dem kultcamp16 wurde ein erster erfolgreicher Schritt in diese Richtung getan:
Rund 30 Teilnehmer_innen aus stadt- und kulturpolitischen Initiativen sowie der Politik sind der Einladung zu den Slots des kultcamp16 ins WUK gefolgt. Diskutiert wurden Themen wie Utopien und Dystopien einer Stadt- und Kulturpolitik, Vernetzung, Kooperationspartner_innen, Transparenz und Zwischennutzung.
Das Podium zum Thema „lokal.dezentral – Kulturarbeit in der Stadt“ hat anschließend vor rund 80 Besucher_innen wesentliche Fragestellungen und Forderungen auf den Punkt gebracht.
Forderungen an die Kulturpolitik sind Umverteilung hin zur freien Szene, die Schaffung von Rahmenbedingungen für die Möglichkeit der Selbstorganisation ohne Selbstausbeutung sowie langfristige Nutzungsmöglichkeiten um Handlungsräume aufzumachen, stellt Siglinde Lang resümierend fest.

Foto der Ergebnisplakate der Kultcamp-Slots
Foto: Pia Streicher

Die Forderungen und Visionen dieses Tages nimmt sich die IG Kultur Wien mit in ihre Arbeit als Interessenvertretung der freien Szene!

Blätterkatalog: Alle Einreichungen zum Preis der freien Szene Wiens 2016
http://igkulturwien.net/blaetterkataloge/preis16-einreichungen/

Preis der freien Szene Wiens – weiterführende Informationen
http://www.igkulturwien.net/preise-der-freien-szene/preis16/

Kultcamp16
http://www.igkulturwien.net/kultcamp/

Reminder: Dezentrale Stadt- und Kulturpolitik

Flyer zu Kultcamp16 und Preis16

Einladung zum kultcamp16 und Verleihung Preis der freien Szene am Samstag, dem 15. Oktober, im WUK

Das Thema „dezentrale Stadt- und Kultupolitik“ ist Schwerpunktthema des aktuellen Kulturprogramms der Regierung. Es bietet eine Schnittstelle für unterschiedlichste Projekte und Ansätze der freien Szene. Diese wurde bisher jedoch kaum vonseiten der Stadt in die Entwicklung neuer Konzept miteinbezogen.

Konkrete Vorschläge, Strategien und Visionen für eine „andere Stadt-/Kulturpolitik“ in Wien brauchen Partizipation, Denk-Räume und Offenheit.

Daher laden wir zu einem offenen Austausch! Durch Teilen unterschiedlicher Perspektiven, Know-how-Transfer und Sammeln konkreter Vorschläge wollen wir ein Verständnis von dezentraler Stadt- und Kulturpolitik schärfen und Forderungen entwickeln. Diese Inputs werden wir uns auch in unsere Arbeit als Interessenvertretung der freien Szene mitnehmen!

Tagesablauf:

10–17 Uhr kultcamp16

(Mittagspause von 12.30–13.30)

Geplante Slots:

Slot 1: Themenslot: Stadt- und kulturpolitische Visionen für die Stadt
Slot 2: Themenslot: Probleme, Herausforderungen dezentraler, lokaler Kulturarbeit
Slot 3: Offener Slot

18:30 Abschlusspodium: „lokal.dezentral – Kulturarbeit in der Stadt“
im Anschluss: Verleihung des Preis der freien Szene Wiens 2016.


Anmeldung:

kultcamp(at)igkulturwien.net

 

 

Belebung bis zur Verdrängung – Konfliktfeld Leerstand

Am 6. Oktober präsentierte die Agentur Kreative Räume Wien in einer Pressekonferenz ihre Motivationen, Pläne, Ziele sowie ersten Schritte. Kritik kommt von der IG Kultur Wien: Zentrale Forderungen und Wünsche von Nutzer_innen seien nicht umgesetzt worden. Es gebe aber auch Lichtblicke, erklärt die IG Kultur Wien in einer Presseaussendung vom 6. Oktober 2016

 

 

Nutzer_innenbeirat konstituiert und online

Logo Nutzer_innenbeirat

Am 20.6.2016 kamen rund 15 Personen aus unterschiedlichen Kontexten und Gruppen aus den Bereichen "Soziales, Kultur, Kunst, Wissenschaft, Bildungsarbeit, Kreativwirtschaft, Öffentlicher Raum" in den Räumlichkeiten des mo.ë zusammen, tauschten sich zum Thema Leerstand aus und diskutieren Strategien, um potenziellen Nutzer_innen eine starke Stimme zu verleihen.

Nachdem die IG Kultur Wien einleitend über ihre bisherigen Tätigkeiten zum Thema Leerstand und den aktuellen Stand der Kommunikation mit der Agentur Kreative Räume Wien berichtete, wurde anschließend die Idee des Nutzer_innenbeirats mit den Anwesenden geteilt und diskutiert.

Die Wichtigkeit des Nutzer_innenbeirats wurde von allen Beteiligten unterstrichen. Ein Teil der anwesenden Personen entschloss sich, gemeinsam den Beirat zu konstituieren, auch wenn die Einbindung und finanzielle Unterstützung von Seiten der Agentur Kreative Räume Wien zu diesem Zeitpunkt noch ungeklärt war. Der Beirat wurde von allen Anwesenden per Konsens bestätigt und startet somit seine für zwei Jahre angesetzte Funktionsdauer.

Der Nutzer_innenbeirat versteht sich in seiner Selbstbeschreibung als Verbindungsglied zwischen Nutzer_innen von Leerstand und der Agentur Kreative Räume Wien. Indem Interessen, Probleme und Blickpunkte unterschiedlicher Nutzer_innengruppen aufgenommen und sichtbar gemacht werden, soll verhindert werden, dass nur bestimmte Nutzer_innengruppen gehört und in ihrer Bedarfsdeckung unterstützt werden.

Die Beiratsmitglieder bringen Erfahrung und Expertise aus unterschiedlichen Hintergründen mit: soziokulturelle Initiativen, Auseinandersetzungen mit räumlichen Strategien in der Stadt, Kunst- und Kulturarbeit, Öffentlicher Raum und Gemeinschaftsgärten, Nachbar_innenschaftsarbeit. Auf Wunsch der Anwesenden beim Gründungstreffen ist auch die IG Kultur Wien mit einer Person vertreten.

Mehr Informationen sowie eine Kontaktmailadresse findet sich auf der Homepage des Beirats:

www.nb-leerstand.wien

Die IG Kultur Wien fordert, dass die Agentur mindestens 3 % des Budgets der Agentur Kreative Räume Wien (das sind 4.500 Euro pro Jahr) für die Arbeit des Beirats zur Verfügung stellt!

Erste Gespräche zwischen Vertreter_innen des Beirats und der Agentur finden aktuell statt. Wir sind gespannt auf die Entwicklungen!

 

 

Preis der freien Szene Wiens: Die Wahl hat begonnen.

Der Preis-Katalog und die Lose zur Auswahl der auf Facebook präsentierten Projekte
Foto: Mimie Maggale


Die Wahl zum Preis der freien Szene ’16 hat begonnen. Die Wahlberechtigten erhalten in diesen Tagen die Wahlunterlagen.

Auf unserer Facebook-Seite stellen wir ab sofort jeden Tag drei Projekte vor. Die Reihenfolge wird täglich durch Los bestimmt.

Eine Gesamtübersicht samt ausführlicher Präsentation aller zur Wahl stehenden Projekte gibt es online HIER.

Wir freuen uns auf zahlreiche Stimmabgaben und auf euer Kommen zur Preisverleihung (und zum kultcamp) am 15. Oktober!

 

 

Nächstes Treffen der Plattform #istnoetig …

Collage mit Schnipsel aus Antwortbriefen des Kulturstadtrats

… am Montag, 19. September 2016, 16-19 Uhr

in der Gallerie Schleifmühlgasse 12-14

1040 Wien

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/250357025364117/

Infos zur Plattform: https://istnoetig.noblogs.org/

 

 

Endlich: Stadt Wien schafft Vergnügungssteuer ab.

Zeichnung: Vogerl fliegt mit Steuer im Schnabel davon

Die Stadt Wien schafft per 1. Jänner 2017 die Vergnügungssteuer ab. Das verkündete am 14. September Stadträtin Renate Brauner zusammen mit den Landtagsabgeordneten Tanja Wehsely (SPÖ) und Peter Kraus (Grüne). Beschlossen wird dies zwar erst in einer Landtagssitzung am 30. September, mit den Stimmen von SPÖ und Grünen ist eine Mehrheit dafür aber sicher.

Damit wird eine Jahrzehnte alte Forderung der IG Kultur Wien endlich erfüllt.

Die Vergnügungssteuer stellte nicht nur für kommerzielle Veranstaltungsbetriebe, sondern auch für gemeinnützige Kulturvereine eine enorme Belastung dar. So mussten etwa für alle Veranstaltungen in Räumen mit einem Fassungsvermögen von mehr als 200 Personen, bei denen getanzt werden konnte, 15 Prozent der Einnahmen aus Eintrittsentgelten und Buffet abgeführt werden. Für Filmvorführungen mussten 20 Prozent gezahlt werden. Für vergnügungssteuerpflichtige Veranstaltungen mit freiem Eintritt war eine „Pauschsteuer“ fällig, die sich nach Quadratmeterzahl und Dauer richtete. All dies stellte nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen erheblichen bürokratischen Aufwand dar. Eintrittskarten mussten dem Magistrat vorgelegt und von diesem amtlich gekennzeichnet werden.

Am 31. Dezember 2016 soll nun das komplette Vergnügungssteuergesetz außer Kraft treten. Lediglich für die Besteuerung illegaler Glücksspielautomaten wird ein neues Gesetz geschaffen.



Open house am 8. September: Kulturinfoservice der IG Kultur Wien präsentiert neue Broschüre.

Kunst und Kultur finanzieren

Am 8. September erscheint „Kunst und Kultur finanzieren“, die neue Broschüre des Kulturinfoservice der IG Kultur Wien.  Dazu laden die IG Kultur Wien und die Kultursprecher von SPÖ und Grüne Wien zu einem „open house“ am 8. September um 13 Uhr in die Räumlichkeiten des Kulturinfoservice ein.

Die neue Broschüre schließt die Reihe der bisher erschienen Broschüren „Kultur veranstalten in Wien“ und „Kulturverein gründen und betreiben“ ab, die mittlerweile zur Standardliteratur für freie und autonome Kulturarbeit geworden sind

Nach dem erfolgreichen Start des Kulturinfoservice (KIS) im Jahr 2013 wird am 8. September nach drei Jahren Bilanz über die kostenlosen Beratungsleistungen gezogen, das Herbstprogramm präsentiert sowie Perspektiven der unabhängigen Beratungsstelle diskutiert. Anschließend gibt es eine Führung durch die Räume.

Das KIS ist die unabhängige Beratungsstelle für alle, die in Wien Kunst- und Kultur machen. Das Kulturinfoservice (KIS) wurde von der IG Kultur Wien entwickelt und wird seither von dieser betrieben.

Am Podium:
Günther Friesinger (IG Kultur Wien)
Peko Baxant (Wiener SPÖ)
Martin Margulies (Kultursprecher Grüne)

Donnerstag, 8. September 2016, 13:00
RAUM
Gumpendorfer Straße 63b
1060 Wien

 

 

 

kultcamp16 – das Barcamp zu dezentraler Stadt- und Kulturpolitik in Wien

kultcamp16 (Logo)

Eine andere Kulturpolitik #istnoetig, die ihr Augenmerk auf die Vielfalt, Wichtigkeit und das Potential dezentraler, lokaler Initiativen in der Stadt Wien lenkt. Das neue Regierungsabkommen 2015 stellt zwar die dezentrale Kulturarbeit ins Zentrum, jedoch fehlen bislang Signale von Seiten der offiziellen Kulturpolitik, das Thema öffentlich zu diskutieren und gemeinsam Visionen für eine andere Stadt- und Kulturpolitik mit unterschiedlichen Akteur_innen in diesem Feld zu entwerfen. Visionen, Diskussionen und Strategien für eine andere Stadt- und Kulturpolitik brauchen aber Denk-Räume und Offenheit, um sich zu entfalten und sichtbar zu werden.

Das kultcamp16, das erstmals am 15. Oktober im Rahmen des Preises der freien Szene im WUK stattfindenden wird, will diese notwendige breite und öffentliche Auseinandersetzung ermöglichen. Es lädt dazu ein, uns selbst als Expert_innen für Themen, die unter den Nägeln brennen wie zu stadtpolitischen Visionen und zu den Herausforderungen dezentraler Kulturarbeit einzubringen!

Mehr Informationen zum kultcamp16 gibt es hier.

 

 

Update - Preis der freien Szene Wiens 2016

Preisverleihung 15. Okt., 18.30, WUK

Wir freuen uns sehr über die zahlreichen spannenden Einreichungen zum bereits zum achten Mal ausgeschriebenen Preis der freien Szene Wiens!

Mit dem Ziel, freier und autonomer Kulturarbeit mehr Sichtbarkeit zu verschaffen entsteht nun über den Sommer der heurige Projektkatalog, in dem alle 70 eingereichten Projekte präsentiert werden. Der Katalog bildet auch die Grundlage für die Wahl zum Preis (wie immer im partizipativen Wahlmodus), die ab 19. September laufen wird.

Die Preisverleihung wird am Samstag, den 15. Oktober 2016 im WUK stattfinden. Zusätzlich zum Festakt ist ein offenes moderiertes Diskussionsformat zu dezentraler / Basis-Kulturarbeit geplant.

 

 

SHIFT-Wiederauferstehung im September. Was geschah mit Verbesserungsvorschlägen?

Nach langem Rätselraten ist die Ausschreibung von SHIFT offiziell, und damit kann der auf drei Jahre angelegte Fördertopf im September 2016 endlich in die zweite Runde gehen. „1,5 Million Euro für Kunst- und Kulturinitiativen“, heißt es in der aktuellen Presseaussendung von ‪#‎rotgruen2‬.

Auch wir finden: Mehr Geld für die freie Szene ‪#‎istnoetig‬! Jedoch sind von den 1,5 Millionen allein 125.000,- Euro im Vorjahr an die – mit der Abwicklung betraute – Basis.Kultur.Wien gegangen, was nicht nur von Seiten der IG Kultur Wien kritisiert wurde.

Es braucht keine Parallelstrukturen bei der Förderabwicklung und -vergabe! Dafür gibt es eine zuständige Magistratsabteilung Kultur - MA7. Diese prüft nun, so Stadtrat @AndreasMailathPokorny in der Fragestunde des Gemeinderats am 29.6, alle Förderungen auf sachliche und rechnerische Richtigkeit. Wir fragen uns, weshalb wurde dann die Basis.Kultur.Wien mit der Förderabwicklung und -vergabe für SHIFT überhaupt beauftragt?

Gesammelte Verbesserungsvorschläge für das Förderprogramm SHIFT – hier zum Nachlesen – wurden von uns im März an das Stadtratbüro übergeben, es bleibt abzuwarten, was davon umgesetzt werden wird.

 

 

„Parteinahe“ Förderungen? Kunst- und Kulturthemen bei Rechnungsabschlussdebatte des Wiener Gemeinderats

Mistkübel mit MA-48-Werbeaufschrift: Bitte fuettern.

Am 27.6. und 28.6. fand – wie jedes Jahr vor dem Sommer – die Rechnungsabschlussdebatte im Wiener Gemeinderat statt. Am Dienstag, dem 28.6., widmete sich das „höchste politische Gremium“ der Stadt auch den Kunst- und Kulturagenden von ‪Rotgrün 2‬. Zentral war hierbei die Diskussion um „parteinahe“ Vereinsförderung, einen unvollständigen Subventionsbericht und „Freunderlwirtschaft“ bei der Vergabe von Posten durch die Oppositionsparteien NEOS, ÖVP und FPÖ.

Rund 44 % des sog. dezentralen, d. h. durch die Bezirke vergebenen, Kulturbudgets gingen 2015 an eine Handvoll „parteinahe“ Kulturvereine, das sind immerhin stolze € 819.000,– von jährlich € 2.600.000,– , um die sich jährlich rund 600 Vereine bewerben müssen. Dass der Subventionsbericht (Print) der Stadt Wien heuer genau diese Förderungen nicht mehr enthält und immer erst am Tag der Rechnungsabschlussdebatte online erscheint, stärkte keineswegs den Glauben an den klaren Willen zur Transparenz durch die Stadtregierung.

Auch wir fragen uns, wie die Vergabe von Fördergelder im Kunst- und Kulturbereich ernsthaft diskutiert werden soll, wenn erst am Tag der Diskussion die Zahlen und obendrein unvollständig erscheinen? Und wieso wird die Kritik „parteinaher“ Förderung und Postenbesetzungen nicht ernsthaft aufgenommen? Eindeutige Signale gegen „Freunderlwirtschaft“ sehen anders aus. Aber immerhin, der Subventionsbericht 2016 soll 2017 ein paar Tage früher erscheinen, und die Liste der dezentralen Förderungen 2015 wurde nun online ergänzt.

Kunst- und Kulturberichte

https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/kunstbericht.html

Debatte zum Nachlesen:

Berichtlegung zum Wiener Rechnungsabschluss durch Stadtrat Andreas Mailath Pokorny:
https://www.wien.gv.at/rk/msg/2016/06/28015.html

Spezialdebatte Kultur, Wissenschaft und Sport – 10. Wiener Gemeinderat (17 - 21):
https://www.wien.gv.at/rk/index/daily/20160628.html

 

 

Gründen wir einen Nutzer_innenbeirat für „kreative Räume“ – am 20.6. im mo.ë

Symbolbild: Tuer offen - Bitte druecken

Seitdem es erste Ideen für eine städtische Leerstandsagentur für Wien gibt, wird die Einrichtung eines begleitenden Nutzer_innenbeirats von der IG Kultur Wien eingefordert. Wir sind der Ansicht, dass es starke Stimmen der Nutzer_innen geben muss, damit nicht Gruppen und Inhalte leer ausgehen, die so auch schon wenig gehört werden und wenig Raum bekommen. Damit auch jene Leerstand nutzen können, die weniger (Macht-)Ressourcen haben und nicht kommerziell verwertbar sind.
Nun wird es ab Juli eine Agentur „Kreative Räume Wien“ geben. Die Einrichtung eines Nutzer_innenbeirats ist offiziell nicht geplant.
Deshalb laden wir euch zu einem Treffen ein, um Strategien zur Stärkung dieses wichtigen Beirats zu besprechen und um den Nutzer_innenbeirat zu konstituieren, damit dieser ab Herbst seine Arbeit aufnehmen kann!

Termin: 20.6.2016, 17.30–21.30
Ort: Mo.ë, Thelemanngasse 4, 1170 Wien

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