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Bestimmungen für Kulturveranstaltungen (Stand 27. September 2021) 

Aktuelle Änderungen:

Ab 1. Oktober gilt in Wien
(laut Änderung der COVID-19-Maßnahmenbegleitverordnung in LGBl. 48/2021)

  • Antigentests gelten in Wien nicht mehr als „3-G-Nachweis“ und berechtigen somit nicht mehr zum Zutritt bei Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen.
  • FFP2-Maskenpflicht in Museen, Kunsthallen, kulturellen Ausstellungshäusern, Bibliotheken, Büchereien und Archiven für alle Besucher*innen (in geschlossenen Räumen)
  • MNS-Pflicht in Kultureinrichtungen wie Theatern, Kinos, Varietees, Kabaretts, Konzertsälen- und Arenen (in geschlossenen Räumen). Das gilt nicht bei Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen (bei denen ein gültiger Impf- oder Genesungsnachweis (2-G-Regel) für Besucher*innen erforderlich ist).
  • Bei Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen (auch im Freien) sowie in ist erforderlich …
  • 2-G-Regel für Besucher*innen: Es ist ein gültiger Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich (KEIN Test-Nachweis erlaubt).
  • 3-G-Regel für beruflich Tätige: Es ist ein gültiger Impf-, Genesungs oder PCR-Testnachweis (bis max. 48 Stunden nach Testung, KEIN Antigentest zulässig) erforderlich.
  • In Diskotheken, Clubs, Tanzlokalen, Nachtgastronomie („Betriebsstätten der Gastgewerbe, in denen mit einer vermehrten Durchmischung und Interaktion der Kunden zu rechnen ist“) ist erforderlich …
  • 2-G-Regel für Besucher*innen: Es ist ein gültiger Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich (KEIN Test-Nachweis erlaubt). Laut Bundesverordnung gilt hier auch ein Antikörpernachweis nicht.
  • 3-G-Regel für beruflich Tätige: Es ist ein gültiger Impf-, Genesungs oder PCR-Testnachweis (bis max. 48 Stunden nach Testung, KEIN Antigentest zulässig) erforderlich.

Ausnahmen:

  • Bei Kindern von 6 bis 12 gelten PCR-Tests 72 Stunden nach Testung sowie Antigentests durch befugte Stellen für 48 Stunden sowie der in den Schulen ausgegebene Corona-Testpass (Ninja-Pass).
  • Personen mit zulässiger ärztlicher Bestätigung, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, sowie Kindern von 6 bis 12 darf der Zutritt zu Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen und in der Nachtgastronomie auch bei Nachweis einer negativen PCR-Testung (bis max. 48 Stunden nach Testung) gewährt werden.

 

Gemäß 8. Novelle zur 2. COVID-19-Öffnungsverordnung, die nun „2. COVID-19-Maßnahmenverordnung – 2. COVID-19-MV“ heißt, gilt seit 15. September 2021:

  • 3-G-Regel bei Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen
  • Überall, wo davor nach der 2. COVID-19-ÖV ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben ist, gilt FFP2-Masken-Tragepflicht
  • Antigentests sind österreichweit nur mehr 24 Stunden gültig.

7 Tage nach Überschreitung von 300 belegten Intensivbetten gilt laut (nicht in Verordnungsform vorliegenden) Ankündigungen der Regierung zusätzlich:

  • Bei Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen ohne zugewiesene Sitzplätze und in Nachtgastronomie, Clubs u. Ä.: Zutritt nur für Personen mit zulässigem Nachweis von Impfung oder Genesung (Testnachweis gilt nicht mehr).
  • Antigen-Selbsttests werden auch außerhalb Wiens nicht mehr anerkannt.

7 Tage nach Überschreitung von 400 belegten Intensivbetten gilt laut (nicht in Verordnungsform vorliegenden) Ankündigung der Regierung zusätzlich:

  • Testnachweise gelten nicht mehr als 3-G-Nachweis – überall, wo bis dahin 3-G-Nachweis erforderlich war gilt nur mehr ein zulässiger Nachweis von Impfung oder Genesung.

Die Verordnungen für die Maßnahmen bei Überschreitung der Intensivbettenbelegung von 300 bzw. 400 liegen noch nicht vor. Änderungen sind daher möglich. Wir aktualisieren so rasch wie möglich nach Kundmachung der jeweiligen Verordnung.

Informationen des Gesundheitsministeriums:

https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus---Aktuelle-Ma%C3%9Fnahmen.html#stufen-plan-fuer-die-bekaempfung-der-corona-pandemie

 

Als „3-G-Nachweis“ über eine geringe epidemiologische Gefahr gelten in Wien:

  • Impfnachweis:
    • bis 270 Tage nach der Zweitimpfung mit Biontech/Pfizer, Moderna oder AstraZeneca (möglicherweise künftig wie gemäß 2.COVID-19-MV 360 Tage, wobei zwischen Erst- und Zweitimpfung mindestens 14 Tage verstrichen sein müssen)
    • vom 22. bis 270. Tag nach der Impfung mit Johnson & Johnson
    • bis 270 Tage (möglicherweise künftig wie gemäß 2.COVID-19-MV 360 Tage) nach einer einzelnen Impfung Genesener, bei denen mindestens 21 Tage vor Impfung Erkrankung durch PCR-Test nachgewiesen wurde oder vor Impfung Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag
    • nach einer weiteren Impfung mit Biontech/Pfizer, Moderna oder AstraZeneca bis 360 Tage nach dieser weiteren Impfung, wenn zwischen der Zweitimpfung und dieser weiterem Impfung mindestens 120 Tage verstrichen sind; nach einer weiteren Impfung mit Johnson & Johnson bis 360 Tage nach dieser weiteren Impfung wenn zwischen der ersten und dieser weiteren Impfung mindestens 120 Tage verstrichen sind.
  • Genesungsnachweis:
    • Genesungszertifikat über eine in den letzten 180 Tagen überstandene Infektion mit SARS-CoV-2
    • enstprechender Absonderungsbescheid, wenn dieser für eine in den letzten 180 Tagen vor der vorgesehenen Testung nachweislich mit SARS-CoV-2 infizierte Person ausgestellt wurde
    • Nachweis über neutralisierende Antikörper, der nicht älter als 90 Tage ist – dieser Nachweis gilt nicht für Betriebsstätten der Gastgewerbe, in denen Sitzplätze üblicherweise nicht oder nicht für die überwiegende Dauer des Aufenthalts eingenommen werden (Clubs, gewerbliche Tanzlokale, Diskotheken …)
       
  • Testnachweis:
    • Antigentest einer befugten Stelle (kein Selbsttest!) bis 24 Stunden nach dem Test (in Nachtgastronomie wie Clubs, gewerblichen Tanzlokalen, Diskotheken in Wien gar nicht gültig!)
    • PCR-Test einer befugten Stelle (auch „Alles gurgelt“-Test) bis 48 Stunden nach dem Test (im restlichen Österreich sowie für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr in Wien bis 72 Stunden)

 

 

Es gelten:
bundesweit die 2. COVID-19-Öffnungsverordnung, die seit 15. September 2. COVID-19-Maßnahmenverordnung heißt, samt Änderungen durch die 1., 2. und 3., 4., 5., 6., 7. und 8. Novelle zur 2. COVID-19-Öffnungsverordnung sowie durch die 1. Novelle zur 2. COVID-19-Maßnahmenverordnung unter Berücksichtigung der rechtlichen Begründung zur 2. COVID-19-ÖV und der rechtlichen Begründung zur 8. Novelle zur 2. COVID-19-Öffnungsverordnung.
Mit der 8. Novelle zur 2. COVID-19-ÖV wurde diese in 2. COVID-19-Maßnahmenverordnung umbenannt. Somit gilt ab 15. September 2021 die 2. COVD-19-Maßnahmenverordnung.
In Wien gilt zusätzlich die Wiener COVID-19-Öffnungsbegleitverordnung 2021 samt den Änderungen der Wiener COVID-19-Öffnungsbegleitverordnung in LGBl. Nr. 34/2021, LGBl. Nr. 41/2021, LGBl. Nr. 43/2021, LGBl. Nr. 45/2021 und  LGBl. 48/2021. Diese Verordnung heißt seit 16. September 2021 Wiener COVID-19-Maßnahmenbegleitverordnung 2021.

 

Somit gilt ab 15. September 2021:

Für Kultureinrichtungen (§ 8 Abs 5) …

… in denen überwiegend Zusammenkünfte stattfinden, wie insbesondere Theater, Kinos, Varietees, Kabaretts, Konzertsäle- und -arenen, gilt:

  • COVID-19-Präventionskonzept

Für solche Kultureinrichtungen ist ein COVID-19-Präventionskonzept erforderlich:
Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere zu enthalten:
1. spezifische Hygienemaßnahmen,
2. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion,
3. Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,
4. gegebenenfalls Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken,
5. Regelungen zur Steuerung der Personenströme und Regulierung der Anzahl der Personen,
6. Regelungen betreffend Entzerrungsmaßnahmen, wie Absperrungen und Bodenmarkierungen,
7. Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter*innen in Bezug auf Hygienemaßnahmen und die Durchführung eines SARS-CoV-2-Antigentests.

  • COVID-19-Beauftragte*r

Für solche Kultureinrichtungen ist ein*e COVID-19-Beauftragte erforderlich:
Ein*e COVID-19-Beauftragte dient gem. § 1 Abs 4 als Ansprechperson für die Behörden und hat die Umsetzung des COVID-19-Präventionskonzepts zu überwachen. COVID-19-Beauftragte müssen das COVID-19-Präventionskonzept sowie die örtlichen Gegebenheiten und die organisatorischen Abläufe kennen.

  • 3-G-Regelung

In solchen Kultureinrichtungen dürfen Personen ab dem 6. Geburtstag (außerhalb Wiens ab dem 12. Geburtstag) nur eingelassen werden, wenn sie einen gültigen Nachweis einer Testung, Genesung oder Impfung vorweisen. Selbsttests oder Test, die beim Eintritt gemacht werden, dürfen in Wien NICHT mehr anerkannt werden.

 

  • Maskenpflicht in geschlossenen Räumen in Wien

 

… wie Museen, Kunsthallen, kulturellen Ausstellungshäusern, Bibliotheken, Büchereien und Archiven gilt:

  • Maskenpflicht in geschlossenen Räumen

In ganz Österreich besteht seit 15. September Maskenpflicht (FFP2) für alle außer Geimpfte und Genese mit entsprechendem Nachweis.
In Wien gilt:
Geimpfte und Genesene mit entsprechendem Nachweis: MNS-Pflicht (FFP2 empfohlen)
alle anderen: FFP2-Pflicht
Ab 1. Oktober gilt in Wien FFP2-Pflicht für alle.

 

Veranstaltungen mit mehr als 25 Besucher*innen:

  • 3-G-Regelung (ab 1. Oktober in Wien keine Antigentests mehr gültig)

Wenn Veranstaltungen in Kultureinrichtungen durchgeführt werden, in denen überwiegend Zusammenkünfte stattfinden, wie insbesondere Theater, Kinos, Varietees, Kabaretts, Konzertsäle- und -arenen, gelten die Bestimmungen für diese Kultureinrichtungen (siehe oben)

  • 3-G-Regelung (ab 1. Oktober in Wien keine Antigentests mehr gültig)
  • COVID-19-Präventionskonzept
  • COVID-19-Beauftragte
  • MNS-Pflicht in Wien

 

Veranstaltungen mit bis zu 100 Besucher*innen:

Wenn Veranstaltungen in Kultureinrichtungen durchgeführt werden, in denen überwiegend Zusammenkünfte stattfinden, wie insbesondere Theater, Kinos, Varietees, Kabaretts, Konzertsäle- und -arenen, gelten die Bestimmungen für diese Kultureinrichtungen (siehe oben)

  • 3-G-Regelung (ab 1. Oktober in Wien keine Antigentests mehr gültig)
  • COVID-19-Präventionskonzept
  • COVID-19-Beauftragte
  • MNS-Pflicht in Wien

Ab 15. September gilt bei Veranstaltungen mit 25 Besucher*innen oder mehr laut noch nicht in Verordnungsform vorliegenden Ankündigungen der Regierung bundesweit die 3-G-Regel.

 

Veranstaltungen mit 101 bis 500 Besucher*innen (§ 12 Abs 1)

  • COVID-19-Präventionskonzept

Für Zusammenkünfte mit mehr als 100 Besucher*innen (auch außerhalb von Kultureinrichtungen) ist ein COVID-19-Präventionskonzept erforderlich:
Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere zu enthalten:
1. spezifische Hygienemaßnahmen,
2. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion,
3. Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,
4. gegebenenfalls Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken,
5. Regelungen zur Steuerung der Personenströme und Regulierung der Anzahl der Personen,
6. Regelungen betreffend Entzerrungsmaßnahmen, wie Absperrungen und Bodenmarkierungen,
7. Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter*innen in Bezug auf Hygienemaßnahmen und die Durchführung eines SARS-CoV-2-Antigentests.

  • COVID-19-Beauftragte*r

Für Zusammenkünfte mit mehr als 100 Besucher*innen (auch außerhalb von Kultureinrichtungen) ist ein*e COVID-19-Beauftragte erforderlich:
Ein*e COVID-19-Beauftragte dient gem. § 1 Abs 4 als Ansprechperson für die Behörden und hat die Umsetzung des COVID-19-Präventionskonzepts zu überwachen. COVID-19-Beauftragte müssen das COVID-19-Präventionskonzept sowie die örtlichen Gegebenheiten und die organisatorischen Abläufe kennen.

  • Anzeigepflicht

Die für die Zusammenkunft verantwortliche Person hat die Zusammenkunft (vermutlich spätestens eine Woche vorher) bei der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde anzuzeigen. Dabei sind folgende Angaben zu machen:

a) Name und Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse) der für die Zusammenkunft verantwortlichen Person

b) Zeit, Dauer und Ort der Zusammenkunft,

c) Zweck der Zusammenkunft,

d) Anzahl der Teilnehmer*innen

In Wien ist die Anzeige an die E-Mail-Adresse der MA 15 zu schicken: veranstaltung@ma15.wien.gv.at

  • Erhebung von Kontaktdaten (§ 17 2. COVID-19-ÖV)

Die für die Veranstaltung/Zusammenkunft verantwortliche Person ist verpflichtet, von Personen, die sich voraussichtlich länger als 15 Minuten am betreffenden Ort aufhalten, zum Zweck der Kontaktpersonennachverfolgung zu erheben:
Vor- und Familiennamen
Telefonnummer
und wenn vorhanden E-Mail-Adresse
Datum und Uhrzeit des Betreten des betreffenden Orts
Im Falle von Besucher*innengruppen, die ausschließlich aus im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen bestehen, ist die Bekanntgabe der Daten von nur einer dieser Besuchergruppe angehörigen volljährigen Person ausreichend.

Diese Daten sind der Bezirksverwaltungsbehörde auf Verlangen (bei Bekanntwerden der Anwesenheit einer infizierten Person) zur Verfügung zu stellen.
Diese Daten sind ausschließlich zum Zweck der Kontaktpersonennachverfolgung zu verarbeiten; eine Verarbeitung der Daten zu anderen Zwecken ist unzulässig.
Für diese Daten sind geeignete Datensicherheitsmaßnahmen zu treffen und insbesondere sicherzustellen, dass die Daten nicht durch Dritte einsehbar sind.
Diese Daten sind 28 Tage aufzubewahren und danach unverzüglich zu löschen.

Die Kontaktdatenerhebungspflicht bleibt laut 2. Novelle zur 2. COVID-19-ÖV bundesweit auch nach dem 21. Juli aufrecht.

  • 3-G-Regel

Bei Veranstaltungen ab 100 Besucher*innen dürfen Personen ab dem 6. Geburtstag (außerhalb Wiens ab dem 12. Geburtstag) nur eingelassen werden, wenn sie einen gültigen Nachweis einer Testung, Genesung oder Impfung vorweisen. Selbsttests oder Test, die beim Eintritt gemacht werden, dürfen in Wien NICHT mehr anerkannt werden. Ab 1. Oktober sind in Wien keine Antigentests mehr gültig.

  • MNS-Pflicht in geschlossenen Räumen in Wien

 

 

Veranstaltungen ab 500 Besucher*innen (§ 12 Abs 2)

  • COVID-19-Präventionskonzept

Für Zusammenkünfte mit mehr als 100 Besucher*innen (auch außerhalb von Kultureinrichtungen) ist ein COVID-19-Präventionskonzept erforderlich:
Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere zu enthalten:
1. spezifische Hygienemaßnahmen,
2. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion,
3. Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,
4. gegebenenfalls Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken,
5. Regelungen zur Steuerung der Personenströme und Regulierung der Anzahl der Personen,
6. Regelungen betreffend Entzerrungsmaßnahmen, wie Absperrungen und Bodenmarkierungen,
7. Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter*innen in Bezug auf Hygienemaßnahmen und die Durchführung eines SARS-CoV-2-Antigentests.

  •  COVID-19-Beauftragte*r

Für Zusammenkünfte mit mehr als 100 Besucher*innen (auch außerhalb von Kultureinrichtungen) ist ein*e COVID-19-Beauftragte erforderlich:
Ein*e COVID-19-Beauftragte dient gem. § 1 Abs 4 als Ansprechperson für die Behörden und hat die Umsetzung des COVID-19-Präventionskonzepts zu überwachen. COVID-19-Beauftragte müssen das COVID-19-Präventionskonzept sowie die örtlichen Gegebenheiten und die organisatorischen Abläufe kennen.

  •  Bewilligungspflicht

Für Zusammenkünfte mit 500 Besucher*innen oder mehr ist eine Bewilligung der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde einzuholen.
Für Veranstaltungen nach dem Wiener Veranstaltungsgesetz ist die Veranstaltungsbehörde MA 36 auch für die Bewilligung nach § 12 Abs. 2 2. COVID-19-ÖV zuständig. Wenn es sich um eine nach dem Wiener Veranstaltungsgesetz anzeigepflichtige oder anmeldepflichtige Veranstaltung handelt, dann sind diese beiden Formulare ausgefüllt der Anzeige oder Anmeldung bei der MA 36 – event@ma36.wien.gv.at –anzufügen:
> Antrag auf Bewilligung einer Veranstaltung gemäß § 12 Abs 2 2. COVID-19-Öffnungsverordnung
> Beilage zum Antrag für Bewilligung von Veranstaltungen (Checkliste)
(Neue Formulare, Stand 2. Juli 2021)

Für Bewilligung von Veranstaltungen in gewerblichen Betriebsanlagen ist das zuständige Magistratische Bezirksamt zuständig.

Wenn die Zusammenkunft keine Veranstaltung nach dem Wiener Veranstaltungsgesetz ist (z. B. Vorträge, Workshops etc.) muss die Bewilligung bei der MA 15 eingeholt werden: veranstaltung@ma15.wien.gv.at

Dabei ist anzugeben:
a) Name und Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse) der für die Zusammenkunft verantwortlichen Person
b) Zeit, Dauer und Ort der Zusammenkunft,
c) Zweck der Zusammenkunft,
d) Anzahl der Teilnehmer*innen
und:

das COVID-19-Präventionskonzept ist dem Bewilligungsansuchen beizulegen.
Die Entscheidungsfrist für die Bewilligung beträgt nur mehr zwei Wochen ab vollständiger Vorlage der Unterlagen.

  • Erhebung von Kontaktdaten (§ 17 2. COVID-19-ÖV)

Die für die Zusammenkunft verantwortliche Person ist verpflichtet, von Personen, die sich voraussichtlich länger als 15 Minuten am betreffenden Ort aufhalten, zum Zweck der Kontaktpersonennachverfolgung zu erheben:
Vor- und Familiennamen
Telefonnummer
und wenn vorhanden E-Mail-Adresse
Datum und Uhrzeit des Betreten des betreffenden Orts
Im Falle von Besucher*innengruppen, die ausschließlich aus im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen bestehen, ist die Bekanntgabe der Daten von nur einer dieser Besuchergruppe angehörigen volljährigen Person ausreichend.

Diese Daten sind der Bezirksverwaltungsbehörde auf Verlangen (bei Bekanntwerden der Anwesenheit einer infizierten Person) zur Verfügung zu stellen.
Diese Daten sind ausschließlich zum Zweck der Kontaktpersonennachverfolgung zu verarbeiten; eine Verarbeitung der Daten zu anderen Zwecken ist unzulässig.
Für diese Daten sind geeignete Datensicherheitsmaßnahmen zu treffen und insbesondere sicherzustellen, dass die Daten nicht durch Dritte einsehbar sind.
Diese Daten sind 28 Tage aufzubewahren und danach unverzüglich zu löschen.

Die Kontaktdatenerhebungspflicht bleibt laut 2. Novelle zur 2. COVID-19-ÖV bundesweit auch nach dem 21. Juli aufrecht.

  •  3-G-Regel (ab 1. Oktober in Wien: 2-G-Regel)

Bei Veranstaltungen ab 100 Besucher*innen dürfen Personen ab dem 6. Geburtstag (außerhalb Wiens ab dem 12. Geburtstag) nur eingelassen werden, wenn sie einen gültigen Nachweis einer Testung, Genesung oder Impfung vorweisen. Selbsttests oder Test, die beim Eintritt gemacht werden, dürfen in Wien NICHT mehr anerkannt werden. Ab 1. Oktober dürfen in Wien nur mehr Personen ab dem 6. Geburtstag eingelassen werden, wenn sie einen gültigen Nachweis einer Testung oder Genesung vorweisen.

  • MNS-Pflicht in geschlossenen Räumen in Wien (bis 30. September)

 

 

Künstlerische Darbietungen und Proben

Hier gelten prinzipiell die Bedingungen für Zusammenkünfte/Veranstaltungen und die Bestimmungen für Kultureinrichtungen (3-G-Regel, COVID-19-Präventionskonzept und -Beauftragte, Maskenpflicht in Innenräumen in Wien).
Bei künstlerischen Darbietungen und Proben zu beruflichen Zwecken in fixen Teams sind bei Bekanntwerden einer SARS-CoV-2-Infektion bei einer Person in den folgenden vierzehn Tagen nach Bekanntwerden der Infektion vor jedem Auftritt und jeder Probe alle Personen einer molekularbiologischen Testung oder einem Antigen-Test auf das Vorliegen von SARS-CoV-2 zu unterziehen.

 

 

Clubs, gewerbliche Tanzlokale, Diskotheken …

In Betriebsstätten der Gastgewerbe, in denen Sitzplätze üblicherweise nicht oder nicht für die überwiegende Dauer des Aufenthalts eingenommen werden, gilt:

Es dürfen nur Personen ab dem 6. Geburtstag (außerhalb Wiens ab dem 12. Geburtstag)  eingelassen werden, wenn sie einen gültigen Nachweis einer PCR-Testung (kein Antigen-Test!),  oder vollständigen Impfung oder einen gültigen Genesungsnachweis (ABER: ein Nachweis über neutralisierende Antikörper gilt hier NICHT!) vorweisen.

Ab 1. Oktober dürfen in Wien nur mehr Personen ab dem 6. Geburtstag eingelassen werden, wenn sie einen gültigen Nachweis einer Testung oder Genesung vorweisen.

Kontaktdatenerhebungspflicht

COVID-19-Präventionskonzept und COVID-19-Beauftragte

Anzeigepflicht ab 100 Personen bei der MA 15 und Bewilligungspflicht beim Magistratischen Bezirksamt

MNS-Pflicht in Innenräumen in Wien

 

 

Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz (Kundgebungen, Demonstrationen, …)

Keine COVID-19-bedingten Einschränkungen (außer gegebenenfalls Maskenpflicht in Innenräumen in Wien).

In Wien ist gemäß § 1 Abs 1 Z 11 Wiener COVID-19-Öffnungsbegleitverordnung ab 25 Personen der für die Versammlung verantwortlichen Person ein gültiger 3-G-Nachweis (ab 1. Oktober kein Antigentest zulässig) vorzuzeigen und dieser für die gesamte Dauer bereitzuhalten.
Ab 501 Personen ist ein Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich (2 G).

 

 

Workshops, Schulungen, Kurse …

In Wien gilt bei Workshops, Schulungen, Kursen in Kultureinrichtungen MNS-Pflicht.

Gilt nur für das übrige Österreich: In der rechtlichen Begründung zur 2. COVID-19-ÖV stellt das Gesundheitsministerium klar, dass Teilnehmer*innen an Workshops, Schulungen, Kursen und dergleichen gemäß § 12 2. COVID-19-ÖV kei­ner Maskenpflicht unterliegen, wohl aber Vortragende, Lehrer*innen etc. gemäß § 9 2. COVID-19-ÖV am Ort der beruflichen Tätigkeit. Dies wird damit begründet, dass Vortragende in der Regel mehrere Gruppen unterrichten und somit mit einer Vielzahl von Personen in unmittelba­rem Kontakt stehen. Der Gruppenverband hingegen bilde eine (epidemiolo­gische) Einheit, weshalb hier von einer Maskenpflicht abgesehen werden könne.
 

 

***

 

 

Für zulässige Veranstaltungen mit über 100 Besucher*innen sowie für Kultureinrichtungen mit Ausnahme von Museen, Kunsthallen, kulturellen Ausstellungshäusern, Bibliotheken, Büchereien und Archiven ist ein COVID-19-Präventionskonzept zu erstellen und umzusetzen und eine Person als COVID-19-Beauftragte zu bestellen.

Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere zu enthalten:
                                 
1. spezifische Hygienemaßnahmen,

2. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion,

3. Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,

4. gegebenenfalls Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken,

5. Regelungen zur Steuerung der Personenströme und Regulierung der Anzahl der Personen,

6. Regelungen betreffend Entzerrungsmaßnahmen, wie Absperrungen und Bodenmarkierungen,

7. Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf Hygienemaßnahmen und die Durchführung eines SARS-CoV-2-Antigentests.

Zur Orientierung kann die Checklist der MA 36 dienen.

 

 

Weitere Informationen:

Empfehlungen des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsument*innenschutz für die inhaltliche Gestaltung eines COVID-19-Präventionskonzeptes für Veranstaltungen im Bereich von Kunst und Kultur (Version 3):

https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:3d7791f7-7418-4a7a-ab7e-5ed040e141cb/Empfehlungen%20f%C3%BCr%20die%20inhaltliche%20Gestaltung%20eines%20COVID-19-Pr%C3%A4ventionskonzeptes%20f%C3%BCr%20Veranstaltungen%20im%20Bereich%20von%20Kunst%20und%20Kultur.pdf

Mustervorlage des Roten Kreuzes für ein COVID-19-Präventionskonzept:

https://www.roteskreuz.at/fileadmin/user_upload/PDF/Katastrophenhilfe_Checklisten/Coronavirus/OeRK_Covid_Praeventionskonzept-final.pdf

Die Mustervorlage des Roten Kreuzes für ein COVID-19-Präventionskonzept als bearbeitbares Textdokument:
Mustervorlage für ein COVID-19-Präventionskonzept als docx-File

PDF-Buch der WKO: „Leitfaden zur korrekten Durchführung von Veranstaltungen nach den COVID-19 Regelungen“ (Preis: 16 Euro):
https://webshop.wko.at/va-covid19

 

Als COVID-19-Beauftragte dürfen nur geeignete Personen bestellt werden. Voraussetzung für eine solche Eignung sind zumindest die Kenntnis des COVID-19-Präventionskonzepts sowie der örtlichen Gegebenheiten und der organisatorischen Abläufe. Die COVID-19-Beauftragte dient als Ansprechperson für die Behörden und hat die Umsetzung des COVID-19-Präventionskonzepts zu überwachen.

Online-Kurs für COVID-19-Beauftragte:

Für COVID-19-Beauftragte bietet das Rote Kreuz einen (durchaus empfehlenswerten, aber kostenpflichtigen) Online-Kurs an. Der Online-Kurs besteht aus 8 Modulen, die zu beliebigen Zeiten abgerufen werden können. Bei zusätzlichen Fragen steht Euch ein Expert*innen-Team unterstützend zur Verfügung. Nach Absolvierung der 8 Module …

  • kennt ihr die für eine*n COVID-19-Beauftragten erforderlichen Grundlagen
  • könnt ihr ein COVID-19-Präventionskonzeptes fachlich fundiert umsetzen
  • seid ihr für die Tätigkeit des/der COVID-19-Beauftragten optimal vorbereitet
  • und erhaltet ihr eine Teilnahmebestätigung

https://wissen.roteskreuz.at/enrol/index.php?id=15