Geschäftsordnung und Complience-Regelung
Fördernehmer*innen der Stadt Wien – also praktisch alle, die von der Stadt Wien Förderungen beantragen – müssen den ⇒Verhaltenskodex samt Compliance-Regelungen für Förderwerber*innen und Fördernehmer*innen der Stadt Wien beachten.
Dieser Verhaltenskodex verlangt von den Vereinen Regelungen, die in eigenen Complience-Regelungen und Geschäftsordnungen festgeschrieben werden müssen.
Wir haben für euch eine Vorlage erstellt, die aus der Geschäftsordnung und den Compliene-Regeln der IG Kultur Wien abgeleitet ist.
Für die Erstellung einer eigenen Geschäftsordnung und eigener Complience-Regelungen könnt ihr euch daran orientieren. Eine Anpassung an euren Verein ist aber unbedingt erforderlich.
⇒ Vorlage für Geschäftsordnung und Compliance-Regelungen als PDF
⇒ Vorlage für Geschäftsordnung und Compliance-Regelungen als bearbeitbares Text-Dokument (odt)
Prävention gegen Machtmissbrauch
Seit dem 1. Juli 2025 sind Präventionskonzepte gegen Machtmissbrauch verpflichtender Bestandteil von Förderverträgen mit dem BMWKMS ab einem Betrag von 50.000 Euro.
Awareness-Arbeit
Für viele Musikveranstaltungen in Wien verlangt das Wiener Veranstaltungsgesetz Awareness-Konzepte sowie Awareness-Beauftragte.
⇒Informationen des Kulturinfoservice der IG Kultur Wien über die gesetzlichen Mindestanforderungen
Awareness-Arbeit is aber mehr, sollte nicht nur auf einzelne Veranstaltungen bezogen gedacht, sondern zu einem alles erfassenden Grundprinzip eines Kulturvereins gemacht werden.
Ein gutes Awareness-Konzept umfasst auch Präventionskonzepte gegen jeglichen Machtmissbrauch und erfüllt somit auch die Ansprüche des BMWKMS an Fördernehmer*innen.
Dazu ist es aber erforderlich, sind grundlegend mit Awareness-Arbeit auseinanderzusetzen.
Eine gute Grundlage, um sich mit Awareness-Arbeit auseinanderzusetzen, bietet die Broschüre „Facetten von Awareness – Warum und wie wir arbeiten“ des Awareness-Kollektivs AwA*:
⇒ https://awa-stern.info/wp-content/uploads/AwA-STERN-Lernunterlage-A4_web3.pdf
Die Broschüre stellt nicht nur ein Nachschlagewerk zu Awareness-Arbeit dar, wie sie nach derzeitigem Stand nach den Awareness-Standards (⇒www.awareness-standards.info) durchgeführt werden kann. Sie gibt auch einen Überblick über den Status quo und aktuelle Entwicklungen in der Awareness-Arbeit aus verschiedenen Perspektiven.
(Die Broschüre kann ohne Registrierung kostenlos gelesen und downgeloadet werden – wenn du AwA* bei der Deckung der entstandenen Kosten unterstützen möchtest, empfiehlt AwA* eine Spende von 10 bis 15 Euro.)
Das Awareness-Kollektiv AwA* bietet zudem Workshops, Schulungen für Awareness-Beauftragte und individuelle Beratungen an. Bitte informiert euch darüber auf
⇒ https://awa-stern.info
Die „Vienna Club Commission“ (VCC) erstellte eine „Awareness-Mappe“ zur Unterstützung bei der erarbeitung von Awareness-Konzepten im Club- und Veranstaltungskontext. Sie bietet praxisnahe Informationen, Handlungsempfehlungen und Orientierungshilfen für Veranstalter*innen, Clubbetreiber*innen, Awareness-Teams, Sicherheitspersonal und Mitarbeiter*innen. Als Leitfaden soll sie dabei helfen, Maßnahmen zum Umgang mit Diskriminierung, Grenzüberschreitungen, Konflikten und belastenden Situationen zu entwickeln und nachhaltige Strukturen für sicherere Veranstaltungsräume zu schaffen.
⇒ https://www.viennaclubcommission.at/vcc-awareness-mappe
