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Zivilgesellschaftliches Videokollektiv

 

WienTV ist ein Video-journalistisches Kollektiv, das sich seit seiner Gründung im Mai 2010 der alternativen Berichterstattung verschrieben hat. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden politische Themen, abseits vom Medien-Mainstream. Beiträge werden von verschiedenen Video-JournalistInnen als wöchentliche Nachrichten produziert und auf einer eigenen Internetplattform sowie mit Hilfe sozialer Medien publiziert. Bei Brisanz wird vor Ort Bericht erstattet bzw. live ins Internet gestreamt. Thematischer Fokus liegt stets in der alternativen Berichterstattung mit besonderer Berücksichtigung der Betroffenenperspektive. Ungeachtet medienpolitischer Medienstrukturen und -interessen werden Themen beleuchtet, die in der konventionellen Medienlandschaft wenig Beachtung finden, oder/und aufgrund politischen Drucks nicht gesendet werden. Hauptaugenmerk liegt – insbesondere bei der Produktion – auf Niederschwelligkeit und Partizipation. JedeR ist eingeladen zu filmen und zu schneiden und erhält bei Bedarf Hilfestellung von erfahreneren ProduzentInnen bzw. kann an einem der gratis Video-Workshops teilnehmen.



Projekteinschätzung 


WienTVs Hauptaugenmerk liegt auf der Hauptstadt Österreichs, die durch ihre kulturelle Vielfalt das Zentrum vieler Aktionen, Demos und Initiativen darstellt, mit politischer Vielfalt und einer sehr aktiven, links-politischen Szene lockt. Die wöchentlich erscheinenden Beiträge stellen eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse der vergangenen Woche dar und blieben ohne den Einsatz von WienTV oftmals undokumentiert. Angesichts der zahlreichen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen bleibt WienTV eine Herzensangelegenheit, die in der medialen Szene neben Radio Orange und Okto TV eine einzigartige Stellung genießt – die Dokumentation alternativer, politischer Artikulation.



Biografie/Selbstdarstellung


Gemäß den Prinzipien von WienTV lebt unabhängige Berichterstattung von ihrer Vielfalt und politischer Aktivismus von der Selbstermächtigung Einzelner: “Everyone is a media outlet”. (Clay Shirky, 2010, ‘Here comes everybody’)

Kennenlernen und erste Arbeiten entstanden für die Gründungsmitglieder bei der Audimax-Besetzung im Jahr 2009, bei der die Relevanz von kritischer Berichterstattung offensichtlich wurde. Der autonome Umgang mit Medien, wurde u. a. mit dem „Prix Ars Electronica 2010 – Best digital community“ ausgezeichnet. Partizipatives Filmschaffen erprobte WienTV in zwei Filmprojekten rund um #unibrennt („Imagin' Audimax“ & „Unibrennt – Bildungsprotest 2.0“) und entschloss sich schließlich zur Gründung eines eigenen Medienkonzepts. Seit WienTV im Mai 2010 online ging, hat sich die Länge der wöchentlichen Nachrichten durch den regen Zulauf an Interessierten verfünffacht, genauso wie die Zahl der Mitarbeitenden. Die ZuseherInnen pro Sendung belaufen sich mittlerweile auf rund 1000 Views.


http://wientv.org